Ein herzliches Willkommen den Residenzkünstler*innen von FM[Ai]R 21

Wir freuen uns, sechs Artists-in-Residence im Rahmen der zweiten Ausgabe von FMR begrüßen zu dürfen: Edurne Herrán, Jaakko Myyri, Kyriaki Goni, Simon Weckert, Yarli Lam und Zara Worth!

Edurne Herrán

Photo: Courtesy of the artist (image dithered)

Edurne Herrán (Ingolstadt-Donau, 1978) macht Kunst mit direktem Bezug zum alltäglichen Leben mit einem Fokus auf die Kommunikation und Wechselbeziehung zwischen Individuen. Sie bezieht Erinnerungen, Erfahrungen oder Botschaften ein, die als ein Dasein in ständiger Bewegung verstanden werden.

Mit ‘3D Desktop’ wird sie die Körperlichkeit digitaler Dateien und deren Anordnung im physischen Raum erforschen, um das Persönliche sichtbar zu machen und zu sehen, wie es den Raum beeinflusst.

https://pinkblood-globulosrosas.blogspot.com/

Jaakko Myyri

Photo: Anna Lenartowska (image dithered)

Jaakko Myyri (Finnland, geb. 1991) setzt sich in seinen Arbeiten mit Sprache und Metaphern als handlungsgebundene Realitäten auseinander.

Für LINZ FMR 21 wird er ein Videospiel über Datenwolken und Träume vom romantischen Entschweben in den Alpenregionen präsentieren.
Seine Arbeit trägt die Aussage in sich, dass (queere) Intimität und öffentlicher Machtgebrauch miteinander verbunden sind, auch wenn sie in entgegengesetzte Richtungen abdriften – auf diese Weise fordert Myyri das Gespräch heraus, indem er aufzeigt, “was wem nützt”. ‘A minor Amore’ greift die metaphorische Freiheit der Wolke auf, sowohl die Verlockungen in ihrem Bild als auch die Entfremdung von der physischen Realität.

Das Twine-Spiel ‘A minor Amore’ bietet ihm und dem Publikum einen gemeinsamen Rahmen, um über die Bildung gemeinsamer Intimitäten und Strategien zum Aufeinandertreffen von Fantasien, natürlichen Prozessen und Technologien nachzudenken.

http://jmyyri.com/

Kyriaki Goni

Photo: art-works.gr (image dithered)

Kyriaki Goni ist eine in Athen lebende Künstlerin und Forscherin. Sie arbeitet medienübergreifend und konzentriert sich auf die Beziehungen und Interaktionen zwischen Technologie und Gesellschaft, wobei sie die lokale und die globale Perspektive in einen Dialog bringt. Durch erweiterte Installationen und Erzählungen untersucht sie Themen wie die Macht der Information, die Wahrnehmung und Konstruktion des digitalen Selbst, alternative Infrastrukturen und alternative Netzwerke sowie die Interaktion zwischen Mensch und Maschine.

https://kyriakigoni.com/

Simon Weckert

Photo: Courtesy of the artist (image dithered)

Simon Weckert ist ein in Berlin ansässiger Künstler. Er teilt gerne sein Wissen über ein breites Spektrum von generativem Design bis hin zu Physical Computing. Sein Fokus liegt auf der digitalen Welt – einschließlich allem, was mit Code und Elektronik zu tun hat, unter der Reflexion aktueller gesellschaftlicher Aspekte, die von technologieorientierten Untersuchungen bis zur Diskussion aktueller sozialer Fragen reichen.
In seiner Arbeit versucht er, den Wert von Technologie zu beurteilen, nicht im Hinblick auf den tatsächlichen Nutzen, sondern aus der Perspektive zukünftiger Generationen. Er will das Bewusstsein für den privilegierten Zustand, in dem die Menschen innerhalb der westlichen Zivilisation leben, schärfen und sie an die Verpflichtungen erinnern, die mit diesem Privileg verbunden sind.
Verborgene Schichten wie die Produktion und der Transport der Rohmineralien, die benötigt werden, um die Kerninfrastruktur der Technologie zu schaffen, und die “menschlich voll automatisierte” Arbeit von Mikroarbeitern, die die sich wiederholenden digitalen Aufgaben ausführen, die der neuen Technologie zugrunde liegen, sind nur einige der Themen in seinen Projekten.

http://simonweckert.com/

Yarli Lam

Photo: Courtesy of the artist, Wrestling Blues by Yarli Allison, 2020 (image dithered)

Yarli Lam (Hongkong, 1988) wird neue Bewegtbilder entwickeln, um sich die alltäglichen Auswirkungen der menschlichen Datafizierung und des AI Deep Learning vorzustellen, wobei sie sich auf intime ‘sexuelle Begegnungen’ als Beispiel konzentriert.

Mit einer Mischung aus Performance, sexuellen Handlungen, Virtual-Reality-Präsentationen, Skulptur-Requisiten, Zeichnungen und elektronischer Musik mit Gamification-Elementen ist die experimentelle Arbeit ein “Fried Rice”, der die Unsicherheiten unseres maschinenlesbaren Körpers hervorhebt, der zwischen der Kontrolle und Fürsorge von Überwachungssystemen schwankt.

http://yarliallison.com/

Zara Worth

Photo: Courtesy of the artist (image dithered)

Zara Worth (geb. 1990 in North Yorkshire, UK) ist Künstlerin, Autorin und Doktorandin, die sich mit Online-Communities und zeitgenössischen moralischen Wertesystemen beschäftigt.
Während ihres Aufenthalts am LINZ FMR wird sie eine Arbeit mit dem Titel Portal entwickeln, die sich mit den Überschneidungen zwischen der physischen und der digitalen Welt im täglichen Leben beschäftigt. Sie freut sich darauf, die Arbeit in der Nähe des Mühlkreisbahnhofs zu schaffen und zu präsentieren, der die Themen Konnektivität, Übergang und Überschneidung in ihrer Arbeit verkörpert. Bestehend aus einem halbtransparenten, vergoldeten Gemälde, das über einen mit Neonlicht beleuchteten Rahmen drapiert ist, wird ‘Portal’ eine Art Durchgang bilden, der eine Metapher für unsere Erwartungen an digitale Räume darstellt, transportierend und transformierend zu sein.

https://www.zaraworth.com/